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Finanzen

ElterngeldPlus-Rechner: doppelt so lang, halber Betrag

Elterngeld Plus eignet sich besonders für Eltern, die nach der Geburt wieder in Teilzeit einsteigen möchten. Du bekommst die Hälfte des Basis-Elterngelds doppelt so lang – aus 1 Basismonat werden 2 Plus-Monate.

Max. 32 h/Woche – Differenz zum Vor-Netto wird zu 65 % ersetzt

Ergebnis
Elterngeld Plus / Monat
Maximale Bezugsmonate Plus
Gesamtsumme über alle Plus-Monate

Erklärung

ElterngeldPlus ist seit 2015 eine Variante des klassischen Elterngelds und besonders attraktiv für Eltern, die nach der Geburt frühzeitig in Teilzeit zurückkehren möchten. Die Idee: Statt 12 Basismonate mit vollem Betrag (max. 1.800 €) bekommt man 24 Plus-Monate mit halbem Betrag (max. 900 €). Bei kombiniertem Bezug zählt 1 Basismonat = 2 Plus-Monate. Wer also gar keine Basismonate nimmt, bekommt 28 Plus-Monate (14 × 2). Ideal für Mütter/Väter, die nach 6 Monaten wieder 20–30 h/Woche arbeiten möchten – das Plus-Geld füllt die Einkommenslücke bis zum Vor-Geburts-Niveau auf. Höhe: 65 % der Netto-Differenz zwischen Vor-Geburts-Einkommen und aktuellem Teilzeit-Einkommen, mindestens 150 €, höchstens 900 €/Monat (zzgl. Geschwister-/Mehrlingsbonus). Berechnung: Wenn Vor-Netto 2.200 € und Teilzeit-Netto 1.200 €, dann Differenz 1.000 € × 65 % = 650 € Plus-Elterngeld. Zusammen mit dem Teilzeit-Lohn 1.850 €/Monat, also fast wie vorher – aber bei mehr Familienzeit. Partnerschaftsbonus: Zusätzlich zu Plus-Monaten gibt es 4 weitere Plus-Monate für jeden Elternteil, wenn beide gleichzeitig 4 aufeinanderfolgende Monate je 24–32 h/Woche arbeiten ('Vier-Monats-Vier-Monats-Modell'). Damit kommen Paare auf bis zu 28 + 8 = 36 Plus-Monate. Vorteile gegenüber Basis: Mehr finanzielle Sicherheit über längere Zeit, bessere Vereinbarkeit von Beruf + Familie, kein 'Komplettausstieg' nötig. Nachteile: Komplexere Antragstellung, monatliche Einkommensnachweise erforderlich, Rückforderung bei Mehrarbeit möglich. Antrag: bei der Elterngeldstelle, Wechsel von Basis zu Plus während Bezug möglich (Antragsformular), Plus zurück zu Basis NICHT möglich (Achtung: Reihenfolge planen). Wichtig: Während Plus muss man tatsächlich arbeiten (max. 32 h/Woche) – wer nicht arbeitet, bekommt mit Plus kein Vorteil und sollte Basis nehmen. Auch für Selbstständige berechenbar (anhand Steuerbescheide). Bescheid der Elterngeldstelle ist maßgeblich, ohne Gewähr.

EG_{Plus} = 0{,}65 \cdot (Netto_{vor} - Netto_{TZ}),\, 150–900\,€

Häufige Fragen

Wie viel Elterngeld Plus pro Monat? +

Halber Basisbetrag: 150–900 €/Monat. Genau: 65 % der Differenz zwischen Vor-Netto und aktuellem Teilzeit-Netto. Plus Geschwisterbonus +10 %.

Wie lange Plus möglich? +

Maximal 28 Monate (14 × 2), wenn keine Basismonate genommen werden. Pro genutztem Basismonat reduziert sich Plus um 2 Monate. Plus 4 Partnerschaftsbonus-Monate je Elternteil.

Wann lohnt sich Plus statt Basis? +

Wenn man während der Bezugszeit Teilzeit arbeiten möchte. Bei Vollzeit-Pause ist Basis attraktiver (höherer Monatsbetrag, kürzere Zeit).

Was ist der Partnerschaftsbonus? +

Wenn beide Eltern für 4 zusammenhängende Monate gleichzeitig 24–32 h/Woche arbeiten, gibt es jedem 4 zusätzliche Plus-Monate. Klassisches Modell: 50:50-Aufteilung.

Kann ich Basis und Plus mischen? +

Ja, im selben Lebensjahr des Kindes. Reihenfolge: erst Basis, dann Plus (umgekehrt nicht). Wechsel beantragen mit Formular bei der Elterngeldstelle.

Was passiert bei Überschreitung 32h? +

Wenn du im Plus-Monat über 32 h/Woche arbeitest, wird das Elterngeld zurückgefordert. Die Stundengrenze wird über den Monat gemittelt – einzelne Wochen mit Mehrarbeit sind okay.

Ist die Berechnung verbindlich? +

Nein, Schätzung. Die Elterngeldstelle prüft monatlich anhand der tatsächlichen Lohnabrechnungen. Bescheid ist maßgeblich, ohne Gewähr.

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