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Finanzen

Rentenlücke berechnen: gesetzliche Rente vs. tatsächlicher Bedarf

Berechne deine Rentenlücke 2026: Was du im Alter brauchst minus was du bekommst. Inklusive Inflations-Einrechnung.

80 % ist üblich – weniger Pendelkosten, oft kein Haus mehr abzubezahlen

Ergebnis
Bedarf im Alter (heutige Kaufkraft)
Bedarf in zukünftigen Euro (mit Inflation)
Erwartete Rente netto (heute)
Rentenlücke heutige Kaufkraft
Nötige monatliche Sparrate (5 % Rendite)

Erklärung

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was du im Alter zum Leben brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente liefert. In Deutschland ist diese Lücke für die meisten Arbeitnehmer beachtlich. Faustregel: Wer heute 2.500 € netto verdient, braucht im Alter ca. 80 % davon = 2.000 € netto, weil Pendelkosten, Berufskleidung und meist die Hypothek wegfallen. Die gesetzliche Rente liefert nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst (Eckrentner) ca. 1.769 € brutto = ca. 1.500 € netto. Wer weniger verdient hat oder weniger Jahre eingezahlt hat, bekommt entsprechend weniger. Berechnung: Heutiges Netto × 80 % = Bedarf in heutiger Kaufkraft. Minus erwartete Rente netto (Brutto × ca. 85 %, da KV/PV abgehen, Steuer dazu) = Lücke heute. Beispiel: 2.500 € heute × 80 % = 2.000 € Bedarf. 1.500 € Rente brutto × 85 % = 1.275 € netto. Lücke heute: 725 €. Inflation: Wenn du in 25 Jahren in Rente gehst, sind 725 € heutige Kaufkraft etwa 1.351 € in 25 Jahren (bei 2,5 % Inflation). Wer 20 Jahre Rente bezieht, braucht 725 € × 12 × 20 = 174.000 € Kapital in heutiger Kaufkraft, in zukünftiger Kaufkraft entsprechend mehr. Wege zur Schließung der Lücke: 1) Gesetzliche Rente verbessern: Höher verdienen, freiwillige Beiträge, Kindererziehungszeiten anrechnen, mehr Beitragsjahre. 2) Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Direktversicherung, Pensionskasse – Steuer- und SV-Vorteile via Entgeltumwandlung (§ 3 Nr. 63 EStG: bis 7.728 € steuerfrei + bis 3.864 € SV-frei 2026). 3) Riester-Rente: Lohnt v.a. mit Kindern (300 €/Kind/Jahr Zulage). 4) Rürup-Rente: Für Selbstständige – bis 28.960 €/Jahr 2026 als Sonderausgabe absetzbar. 5) ETF-Sparplan: Flexibel, niedrige Kosten, langfristig 5–7 % Rendite p.a. Faustregel: 250 € pro Monat in einen weltweiten ETF über 30 Jahre = ca. 230.000 € Kapital (bei 6 % Rendite). 6) Immobilie: Eigentum mietfrei wohnen. Tipp: Renteninformation der DRV jährlich prüfen, Online-Konto auf rentenversicherung.de anlegen. Mit 50/55 unbedingt detaillierte Beratung. Vereinfachte Schätzung. Steuern, individuelle Renditen und Lebenserwartung variabel. Ohne Gewähr.

\text{Lücke} = \text{Bedarf} - \text{Rente}

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Rentenlücke im Schnitt? +

Bei Durchschnittsverdienern ca. 700–1.000 € pro Monat. Bei Geringverdienern relativ kleiner, bei Gutverdienern absolut größer (gesetzliche Rente gedeckelt durch BBG).

Warum 80 % vom Netto als Bedarf? +

Üblicher Erfahrungswert: Im Alter entfallen Pendelkosten, Berufskleidung, oft die Hypothek. Aber: Höhere Gesundheitskosten und mehr Freizeit/Reisen können das ausgleichen.

Wie berechne ich realistisch meine Rente? +

DRV-Renteninformation prüfen (kommt jährlich ab 27). Online-Konto bei rentenversicherung.de. Ab 55 detaillierte Beratung kostenlos.

Welche Vorsorge ist die beste? +

Pauschal: bAV mit AG-Zuschuss (15 % Pflicht!) > ETF-Sparplan > Riester (mit Kindern) > Rürup (Selbstständige). Streuen statt nur eine Lösung.

Wie viel muss ich monatlich sparen? +

Faustregel: 10 % vom Brutto in private Vorsorge. Bei 3.000 € Brutto: 300 €/Monat. Je früher gestartet, desto mehr Zinseszins.

Was ist mit Inflation? +

2,5 % Inflation halbiert die Kaufkraft in ca. 28 Jahren. Daher Sachwerte (Aktien, Immobilien) wichtig – sie wachsen mit. Nominalrente verliert real an Wert.

Sind die Werte verbindlich? +

Nein – Vereinfachte Schätzung. Reale Renditen und Inflation schwanken stark. Steuern individuell. Keine Anlageberatung. Ohne Gewähr.

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