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Energie & Förderung

Photovoltaik-Versicherung: Was kostet sie?

Berechne die jährlichen Kosten deiner PV-Versicherung. Üblich sind 0,1–0,3 % der Anlagensumme.

Wiederbeschaffungswert der PV-Anlage inkl. Speicher

Ergebnis
Beitragssatz
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Erklärung

Eine Photovoltaik-Versicherung schützt vor finanziellen Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag, Brand, Diebstahl, Bedienungsfehler und (optional) Ertragsausfall. Sie ist nicht gesetzlich vorgeschlagen, aber dringend empfohlen – PV-Anlagen sind exponiert (Dach) und teuer im Schadensfall. Versicherungs-Optionen: 1) Einschluss in Wohngebäudeversicherung. Viele Versicherer (Allianz, Gothaer, R+V, Provinzial, HUK) decken PV-Anlagen automatisch oder gegen kleinen Aufpreis (50–150 €/Jahr) bis zu einer Versicherungssumme (oft 30.000 €) mit ab. Vorteil: einfach, oft günstig. Nachteil: nur Basisdeckung (Sturm, Hagel, Brand), kein Diebstahl, kein Ertragsausfall. 2) Eigenständige Allgefahren-Police (z.B. ARAG, Mannheimer, Generali, R+V). Deckt umfassend: alle elementaren Gefahren, Diebstahl, Vandalismus, Bedienungsfehler, Tierschäden (Marderbiss am Wechselrichter), Überspannung. Kosten ca. 100–250 €/Jahr für 10-kWp-Anlage. 3) Gewerbliche Anlagen (über 30 kWp): Spezialpolicen mit höheren Beiträgen, oft Maklergebunden. Beitragssätze 2026 (in Prozent der Anlagensumme): Wohngebäude-Einschluss: 0,05–0,1 %. Basis-Allgefahren: 0,12–0,18 %. Vollkasko: 0,18–0,28 %. Gewerbe: 0,25–0,40 %. Beispiel: 16.000 € PV-Anlage. Vollkasko-Versicherung 0,22 %: 35 €/Jahr. Plus Ertragsausfall (15 % Aufschlag) ca. 40 €/Jahr. Sehr günstig im Vergleich zum Schutz. Versicherungssumme richtig wählen: Versicherungssumme = Wiederbeschaffungswert (Wert der Wiederbeschaffung mit aktuellen Modulpreisen, nicht historischer Kaufpreis). Bei Modulpreis-Sturz (Module 2026 ca. 50 % günstiger als 2018) ist der Wiederbeschaffungswert deutlich niedriger als der historische Kaufpreis. Faustregel 2026: 1.300–1.700 €/kWp Komplettsumme. Was ist mitversichert: Module, Wechselrichter, Verkabelung, Montagesystem, Speicher, Energiemanagement. Wichtige Klauseln: 1) Tier- und Marderschäden (Wechselrichter ist im Keller, Vögel und Marder können Kabel auf dem Dach beschädigen). 2) Ertragsausfall (Versicherung zahlt entgangene Einspeisevergütung + Eigenverbrauchsersparnis bei Reparatur). 3) Erweiterte Elementargefahren (Hochwasser, Erdbeben, Erdrutsch) – nicht überall Standard. 4) Tierfraß (Mäuse in der Verkabelung). Schadenmeldung: Sofort Versicherung informieren, Fotos machen, Reparaturangebote einholen. Ertragsausfall wird ab dem Schadenstag gezählt, nach Selbstbeteiligung (oft 7 Tage). Praxis: Ein durchschnittlicher Schaden bei PV (Marderbiss, Hagel-Modulriss, Wechselrichter-Defekt durch Überspannung) kostet 1.500–8.000 €. Eine 35-€-Versicherung amortisiert sich beim ersten Schaden mehrfach.

\text{Beitrag} = \text{Anlagensumme} \cdot \text{Beitragssatz}

Häufige Fragen

Brauche ich eine PV-Versicherung? +

Nicht gesetzlich Pflicht, aber dringend empfohlen. PV-Anlagen sind exponiert auf dem Dach. Schäden 1.500–10.000 € realistisch. Versicherung kostet nur 30–80 €/Jahr für EFH.

Reicht die Wohngebäudeversicherung? +

Oft Basisschutz ja (Sturm, Hagel, Brand), aber selten Diebstahl, Bedienungsfehler oder Ertragsausfall. Für umfassenden Schutz separate Allgefahren-Police empfehlenswert.

Was kostet eine PV-Versicherung? +

0,1–0,3 % der Anlagensumme/Jahr. Für 16.000 € Anlage: 30–80 €. Mit Ertragsausfall +15 %. Sehr günstig im Verhältnis zum Schutz.

Was ist Ertragsausfallversicherung? +

Zahlt die entgangene Einspeisevergütung und Eigenverbrauchsersparnis während der Reparaturzeit. Wichtig bei größeren Anlagen oder Speichern, wo Ausfälle schnell mehrere hundert Euro kosten.

Was ist Marderschutz? +

Mader und Vögel können Kabel und Wechselrichter auf dem Dach beschädigen. Optional in Allgefahren-Policen mitversichert. Schaden 200–2.000 € möglich. Aufpreis gering.

Welche Versicherungssumme richtig? +

Wiederbeschaffungswert mit aktuellen Marktpreisen, nicht historischer Kaufpreis. 2026 ca. 1.300–1.700 €/kWp komplette Anlage. Beim Modulpreis-Sturz alle 3–5 Jahre Anpassung sinnvoll.

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