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Energie & Förderung

Stromspeicher-Größe für PV berechnen

Wie groß sollte dein Batteriespeicher sein? Berechne die optimale Kapazität in kWh aus deinem Tagesverbrauch und der PV-Anlagengröße.

Ergebnis
Empfohlene Speichergröße
Durchschnittlicher Tagesverbrauch
Investitionskosten (ca. 850 €/kWh)

Erklärung

Die richtige Speichergröße hängt von zwei Faktoren ab: deinem Stromverbrauch und der PV-Erzeugung. Die Faustformel der Praxis lautet: Speicher = Nacht-/Abendverbrauch × 1,5. Beispiel: 4.500 kWh Jahresverbrauch ÷ 365 = 12,3 kWh Tagesverbrauch. Davon ca. 55 % nachts/abends = 6,8 kWh. Speichergröße: 6,8 × 1,5 = ca. 10 kWh. Warum Faktor 1,5? Weil im Sommer überschüssiger Strom da ist (Speicher voll am Vormittag), aber im Winter und an bewölkten Tagen weniger Erzeugung vorhanden ist. Etwas Reserve gleicht Schwankungen aus. Faustregel der Branche: 1 kWh Speicher pro 1 kWp PV-Leistung. Bei 10 kWp also 10 kWh – das passt für Familienhaushalte gut. Über-Dimensionierung lohnt nicht: Ein 15-kWh-Speicher entlädt sich an vielen Tagen nicht vollständig, der zusätzliche Speicher bringt kaum Mehrertrag. Die Amortisation der zusätzlichen kWh wird immer schlechter. Unter-Dimensionierung lohnt erst recht nicht: Bei 4 kWh Speicher in einem 4.500-kWh-Haushalt ist der Speicher abends nach 2–3 Stunden leer, viel Mittagserzeugung wandert ins Netz. Kosten 2026: 700–1.000 €/kWh nutzbarer Kapazität (inkl. Installation, Hybridwechselrichter und Steuer-MwSt). Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) hat sich durchgesetzt – sehr sicher, 6.000–10.000 Vollzyklen Lebensdauer (entspricht 20–25 Jahren). Garantie meist 10 Jahre auf 80 % Restkapazität. Hersteller: BYD Battery-Box, Sonnen, E3/DC, Senec, Fronius, SMA, Huawei (LUNA), Tesla Powerwall. AC-gekoppelte Speicher (Nachrüstung) sind 100–200 € teurer pro kWh als DC-gekoppelte (Hybridwechselrichter, bei Neuanlage Standard). Wichtig: Speicher mit Notstromfähigkeit kosten 1.000–3.000 € mehr. Ohne Notstrom-Box trennt der Speicher bei Netzausfall ab und liefert keinen Strom. Bei dynamischen Stromtarifen (z.B. Tibber, Awattar) lohnt sich ein etwas größerer Speicher, weil günstige Netzphasen zwischengespeichert werden können. Förderung 2026: Bundesweite Speicher-Förderung gibt es nicht mehr (Marktanreizprogramm 2018 ausgelaufen). Einzelne Bundesländer (Bayern, NRW) und Stadtwerke fördern noch (500–3.000 € möglich).

\text{Speicher (kWh)} = \text{Tagesverbrauch} \cdot \text{Nacht-Anteil} \cdot 1{,}5

Häufige Fragen

Wie groß sollte mein Speicher sein? +

Faustregel: 1 kWh pro kWp PV oder 1× Tagesverbrauch nachts × 1,5. Familienhaushalt mit 4.500 kWh und 10 kWp PV: ca. 8–10 kWh Speicher optimal.

Was kostet ein Speicher 2026? +

Lithium-Eisenphosphat-Speicher: 700–1.000 € pro kWh nutzbarer Kapazität, inkl. Installation und Hybridwechselrichter. 10-kWh-Speicher also 7.000–10.000 € komplett.

Lohnt sich ein zu großer Speicher? +

Nein. Über 1 kWh/kWp wird der Mehrertrag pro zusätzlicher kWh immer kleiner – im Sommer ist der Speicher schon voll, im Winter zu wenig PV. Amortisation steigt überproportional.

Wie lange hält ein Speicher? +

Lithium-Eisenphosphat: 6.000–10.000 Vollzyklen, das sind 20–25 Jahre bei einem Vollzyklus pro Tag. Garantie meist 10 Jahre auf 80 % Restkapazität (verbleibende Speicherkapazität).

Brauche ich einen Speicher mit Notstrom? +

Standard-Speicher trennen bei Netzausfall ab. Notstrom kostet 1.000–3.000 € extra (Notstrom-Box oder Hybridwechselrichter mit Inselfunktion). Lohnt nur bei häufigen Stromausfällen oder kritischer Versorgung.

Gibt es 2026 Speicher-Förderung? +

Bundesweit nicht. Einige Bundesländer (Bayern, NRW, BW) und Stadtwerke fördern Speicher noch mit 500–3.000 € oder zinsverbilligten Krediten. Aktuelle Programme prüfen.

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