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Energie & Förderung

Rendite der Photovoltaik-Anlage berechnen

Welche Rendite bringt deine PV-Anlage? Berechne die jährliche Verzinsung deines Eigenkapitals über 20 Jahre.

Bei Vollfinanzierung 0 €

Ergebnis
Fremdkapital
Jährliche Annuität
Cashflow netto pro Jahr
Rückfluss über Laufzeit
Rendite p.a. (auf Eigenkapital)

Erklärung

Die Rendite einer PV-Anlage misst, wie viel dein investiertes Geld pro Jahr an Verzinsung erwirtschaftet. Sie ist die richtige Messgröße zum Vergleich mit anderen Anlageformen (Tagesgeld, Aktien-ETF, Festgeld). Berechnung: Anhand des internen Zinsfußes (IRR) wird ermittelt, mit welchem konstanten Zinssatz das Eigenkapital pro Jahr verzinst wird, sodass die jährlichen Cashflows abdiskontiert wieder die Investition ergeben. Vereinfacht: Endvermögen / Eigenkapital, n-te Wurzel, minus 1. Eigenkapital vs. Fremdkapital: Komplett bar gekauft = Eigenkapital 100 %. Mit Kredit finanziert = Fremdkapital ergibt Hebelwirkung (Leverage). Bei niedrigem Kreditzins (unter Cashflow-Rendite) steigt die Eigenkapital-Rendite. Beispiel ohne Kredit: 16.000 € PV-Anlage, 1.500 €/Jahr Cashflow, 20 Jahre. Rückfluss 30.000 €. IRR: ((30.000 + 16.000) / 16.000)^(1/20) − 1 = 5,5 % p.a. Nicht spektakulär, aber stetig und steuerfrei. Beispiel mit Kredit: 16.000 € Anlage, 4.000 € Eigenkapital, 12.000 € Kredit zu 4,5 % über 15 Jahre. Annuität ca. 1.118 €/Jahr. Cashflow netto 1.500 − 1.118 = 382 €/Jahr für 15 Jahre, dann 1.500 €/Jahr für 5 Jahre. IRR auf 4.000 € Eigenkapital: ca. 8–10 % – durch den Hebeleffekt deutlich höher. Cashflow-Komponenten: 1) Eigenverbrauchsersparnis: kWh × 32 ct (Strompreis). 2) Einspeisevergütung: kWh × 7,94 ct. Beispiel 10 kWp Süd: 9.500 kWh × 30 % EV × 32 ct = 912 € Ersparnis + 6.650 kWh × 7,94 ct = 528 € Erlös = 1.440 € Cashflow. Mit Speicher (60 % EV): 9.500 × 60 % × 32 ct + 9.500 × 40 % × 7,94 = 1.824 + 302 = 2.126 € Cashflow – aber 6.000 € höhere Investition. Inflationswirkung: Strompreis steigt typisch 3 %/Jahr, Einspeisevergütung ist nominal fix für 20 Jahre. Mit Inflations-Anpassung steigt die nominale Rendite um 1–2 Prozentpunkte. Vergleich Anlageformen: PV-Rendite 5–7 % p.a. (Eigenkapital). Aktien-ETF MSCI World: historisch 7 % p.a. (volatil). Tagesgeld 2026: 2,5–3,5 %. Festgeld 5 Jahre: 3,5–4 %. Immobilien (Mietrendite EFH): 3–4,5 %. PV liegt im Mittelfeld – mit Vorteilen: keine MwSt, keine Steuer auf Erträge bis 30 kWp, sehr vorhersehbarer Cashflow, Inflationsschutz durch Strompreis-Bindung. Risiken: Modul-Degradation (real ca. 0,5 %/Jahr), Wechselrichter-Tausch Jahr 12–15 (1.500–3.000 €), Reparaturen, Versicherung. In Cashflow-Rechnung mit 1–2 % der Investition pro Jahr ansetzen.

r = \sqrt[n]{\frac{\text{Endvermögen}}{\text{Eigenkapital}}} - 1

Häufige Fragen

Welche Rendite bringt eine PV-Anlage typisch? +

5–7 % p.a. auf Eigenkapital, ohne Kreditfinanzierung, über 20 Jahre Lebensdauer. Mit Kredithebel (günstiger Kredit) auch 8–12 %. Steuerfrei seit 2023.

Lohnt sich Kreditfinanzierung der PV? +

Wenn Kreditzins unter Cashflow-Rendite (ca. 9 %) liegt – ja. KfW 270 (Erneuerbare) bietet 4–5 %. Hebeleffekt erhöht Eigenkapital-Rendite signifikant. Aktuell sehr attraktiv.

Was ist der interne Zinsfuß (IRR)? +

Der konstante Zinssatz, mit dem alle zukünftigen Cashflows abdiskontiert die Investition ergeben. Vergleichsmaß zwischen Investitionen unterschiedlicher Laufzeit und Cashflow-Profile.

Wie wirkt Inflation auf die PV-Rendite? +

Strompreis steigt typisch mit Inflation (Eigenverbrauchsersparnis steigt). Einspeisevergütung ist 20 Jahre nominal fix – verliert real Wert. Insgesamt PV ein moderater Inflationsschutz.

Vergleich PV vs. Aktien-ETF? +

PV: 5–7 % p.a., kein Kursrisiko, illiquide. Aktien-ETF: historisch 7 % p.a., volatil, jederzeit liquide. PV als Beimischung zur Diversifikation – Aktien für Wachstum, PV für Stabilität.

Welche Steuern fallen an? +

Keine. Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp ertragsteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG) und Nullsteuersatz beim Kauf (§ 12 Abs. 3 UStG). Kein Finanzamtsbescheid nötig, MaStR-Eintrag bleibt Pflicht.

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