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Arbeit & Soziales

Pensionskasse 2026: bAV-Variante mit Branchenfokus

Berechne deine Pensionskasse 2026: bAV-Variante mit Steuer- und SV-Vorteilen, oft tariflich oder branchenspezifisch organisiert.

Mindestens 15 % AG-Pflicht

PK meist konservativer als Pensionsfonds (1,5-3 %)

Ergebnis
Netto-Aufwand pro Monat
Gesamtbeitrag mit AG-Zuschuss
Voraussichtliches Endkapital
Lebenslange Monatsrente

Erklärung

Die Pensionskasse (PK) ist ein klassischer Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge. Sie ist eine eigenständige Versicherung – meist branchenspezifisch oder unternehmensbezogen organisiert. Bekannte Pensionskassen: BVV (Banken/Versicherungen), Hoechster Pensionskasse, ZVK (öffentlicher Dienst), Pensionskasse Deutscher Eisenbahnen und Straßenbahnen, MetallRente. Funktionsweise: Beiträge des AG (und ggf. AN durch Entgeltumwandlung) fließen in die Pensionskasse. Diese verwaltet das Geld, legt es konservativ an (oft mit Garantiezins) und zahlt im Alter eine lebenslange Rente. Im Unterschied zum Pensionsfonds darf eine Pensionskasse weniger Aktien halten – daher renditeärmer, aber stabiler. Steuer und SV: Identisch zur Direktversicherung. § 3 Nr. 63 EStG: Steuerfrei bis 8 % BBG-West = 7.728 €/Jahr 2026 (644 €/Monat). SV-frei bis 4 % BBG = 3.864 €/Jahr (322 €/Monat). Beispiel: 250 € Umwandlung + 50 € AG-Zuschuss = 300 €/Monat in PK. Bei 30 % Steuer + 20 % AN-SV: Nettoaufwand 125 €. AG zahlt 50 €. Vertragswert: 300 €. Über 25 Jahre bei 2,5 % Rendite: ca. 121.000 €. Bei Rentenfaktor 25 €/10.000 €: 303 € lebenslange Monatsrente. Auszahlung & Besteuerung: Frühestens mit 62 als Rente (manchmal mit Kapitalwahlrecht 30 %). Voll nachgelagert mit persönlichem Steuersatz versteuert. Plus KV-Pflicht in Auszahlung wie bei Direktversicherung (siehe dort). Vor- und Nachteile gegenüber Direktversicherung: Vorteile: Oft günstigere Konditionen bei großen Branchenkassen (kein Vertrieb zwischen­geschaltet). Bei tariflicher Bindung manchmal überproportionale AG-Zuschüsse. Insolvenzgesichert über Pensionssicherungsverein. Nachteile: Garantiezins niedrig, oft konservative Anlage = wenig Rendite. Bei finanzieller Schieflage der PK (vereinzelt vorgekommen) Leistungs­kürzung möglich – z. B. Pensionskasse der Bayer AG (2017) musste Renten kürzen. Fondsgebundene Pensionskassen-Tarife sind seltener als bei Direktversicherungen. Wer in einer Branche arbeitet, in der Pensionskassen tariflich vorgesehen sind (Banken, Versicherungen, Chemie, Metall, öffentlicher Dienst), profitiert oft von Sonderkonditionen, die im freien Markt nicht erhältlich wären (z. B. überdurchschnittliche AG-Zuschüsse). Tipp: Nach Tarifvertrag prüfen, was zusteht. Häufig zahlen AG bei tariflicher PK 50–100 % der AN-Umwandlung dazu (statt der gesetzlichen 15 %). Vereinfachte Schätzung. Ohne Gewähr.

K = \sum_{k=1}^{n} (u + AG) \cdot (1+i)^{n-k}

Häufige Fragen

Was ist eine Pensionskasse? +

Eigenständige Versicherung für betriebliche Altersvorsorge. Meist branchenspezifisch (BVV Banken, MetallRente, Hoechst). Konservativer als Pensionsfonds.

Was ist der Unterschied zur Direktversicherung? +

Direktversicherung: Beliebige Lebensversicherer (Allianz, ERGO etc.). Pensionskasse: Eigenständige Trägereinrichtung, oft branchenspezifisch und ohne Vertrieb.

Wer zahlt in eine Pensionskasse? +

AG, AN durch Entgeltumwandlung oder beide. Bei tariflicher Bindung oft AG-Pflichtzuschüsse weit über 15 %.

Was passiert bei Insolvenz der PK? +

Bei reinen PK ohne Pensions-Sicherungs-Verein: Leistungskürzung möglich (Beispiel Bayer 2017). Bei Pensionsfonds-PK: Insolvenzgesichert über PSVaG.

Wie wird die PK-Rente besteuert? +

Voll nachgelagert mit persönlichem Steuersatz. Plus KV-/PV-Beitrag (ca. 16 %) auf Auszahlung über 187 €/Monat Freibetrag.

Lohnt sich PK gegenüber DV? +

In Branchen mit tariflicher PK (Banken, Chemie, Metall, ÖD): Fast immer ja. AG-Zuschüsse oft deutlich höher als die gesetzlichen 15 %.

Sind die Werte verbindlich? +

Nein – Vereinfachte Schätzung. Reale Konditionen je PK unterschiedlich. Ohne Gewähr.

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