Frührente-Abschlag 2026: 0,3 % pro Monat Rentenkürzung
Wie viel kostet dich Frührente? 0,3 % pro Monat Abschlag, lebenslang. Berechne Rentenkürzung in Euro und über die Lebenszeit.
Erklärung
Wer vor der Regelaltersgrenze in Rente geht, zahlt einen Abschlag von 0,3 % pro Monat (3,6 % pro Jahr) auf die Bruttorente – lebenslang, ohne Möglichkeit, ihn später aufzuholen. Maximaler Abschlag: 14,4 % bei Altersrente für langjährig Versicherte (35 Jahre, frühestens 4 Jahre vor Regelalter), 10,8 % bei Schwerbehindertenrente (frühestens 3 Jahre vor abschlagsfrei-Alter), 10,8 % pauschal bei Erwerbsminderungsrente (egal wann). Beispielberechnung 2026: Geplante Regelrente 1.500 € brutto. Mit 64 statt 67 in Rente = 36 Monate früher × 0,3 % = 10,8 % Abschlag. Rente: 1.500 × 0,892 = 1.338 € (162 € weniger pro Monat). Über 22 Jahre Rentenbezug (Durchschnittliche Lebenserwartung Mann 67 → 89): 162 × 12 × 22 = 42.768 € Lebensverlust. Bei höheren Renten und längerer Lebenserwartung der Frauen entsprechend mehr. Frührente-Varianten 2026: 1) Altersrente für langjährig Versicherte (35 Versicherungsjahre): Frühestens mit 63, Regelalter Jg. 1964+ = 67. Maximaler Abschlag 4 × 12 × 0,3 % = 14,4 %. 2) Altersrente für besonders langjährig Versicherte (45 Beitragsjahre): Abschlagsfrei – aber jahrgangsweise stufenweise erst ab 65 (Jg. 1964+). 3) Altersrente für Schwerbehinderte (GdB ≥50, 35 Versicherungsjahre): Abschlagsfrei mit 65 (Jg. 1964+), frühestens mit 62 mit Abschlag bis 10,8 %. 4) Erwerbsminderungsrente: Pauschal 10,8 % Abschlag. Strategien zur Vermeidung des Abschlags: 1) Länger arbeiten – bis zur Regelaltersgrenze. 2) Ausgleichszahlung leisten (siehe entsprechender Rechner). 3) Auf besonders langjährig Versicherte warten (45 Jahre Beitragszeit). 4) Schwerbehindertenausweis prüfen lassen (bei dauerhafter Erkrankung), GdB 50 = günstigere Frührente. 5) Teilrente kombiniert mit Job: Höhere monatliche Liquidität ohne kompletten Abschlag. Mathematische Faustformel: Break-even Frührente vs. Regelrente bei ca. 78–82 Jahren – wer länger lebt, fährt mit Regelrente besser. Wer eher stirbt: Frührente gewinnt. Wer 90+ wird: Maximaler Verlust. Aber: Lebensqualität, Stress am Arbeitsplatz, Gesundheit zählen auch. Nicht nur rechnen, sondern leben. Vereinfachte Schätzung. DRV-Bescheid maßgeblich. Ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Frührente-Abschlag? +
0,3 % pro Monat vor Regelaltersgrenze. Maximal 14,4 % (bei langjährig Versicherten 4 Jahre früher). Bei Schwerbehinderung max. 10,8 %.
Ist der Abschlag wirklich lebenslang? +
Ja – einmal abgeschlossen, bleibt er. Auch nach Erreichen des Regelalters wird die Rente nicht 'aufgeholt'.
Wann lohnt sich Frührente? +
Mathematisch: Bei kurzer Lebenserwartung (familiäre Veranlagung, Vorerkrankungen). Emotional: Wenn Job Gesundheit kostet. Break-even meist 78-82 Jahre.
Kann ich den Abschlag ausgleichen? +
Ja, durch Ausgleichszahlung an die DRV (einmal oder Raten). Ab 50 möglich, steuerlich als Sonderausgaben absetzbar (Rürup-Rahmen).
Maximaler Abschlag? +
14,4 % bei langjährig Versicherten (35 Jahre) mit 4 Jahren Frührente. 10,8 % bei Schwerbehinderten und EM-Rentnern.
Was ist mit Teilrente? +
Teilrente: Anteilige Rente, parallel arbeiten. Abschlag nur auf Rentenanteil. Verbleibende Beiträge generieren weitere Punkte. Flexibel und oft optimal.
Sind die Werte verbindlich? +
Nein – Vereinfachte Schätzung. Lebenserwartung individuell. Steuerwirkung nicht berücksichtigt. DRV-Bescheid maßgeblich. Ohne Gewähr.